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Nachhaltigkeit der Keller Spiegelschränke AG in Zahlen

Nachhaltigkeit in Zahlen

 

Die Keller Spiegelschränke AG ist ein Schweizer Produktionsunternehmen mit Sitz in Roggwil TG. Seit 1955 entwickelt und produziert Keller hochwertige Spiegelschränke und Lichtspiegel in der Schweiz. Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil der Unternehmensstrategie und wird entlang der gesamten Wertschöpfungskette berücksichtigt, von der Auswahl der Rohstoffe über Produktion und Energieverbrauch bis zur Nutzung und Entsorgung der Produkte. Der Nachhaltigkeitsbericht 2025 umfasst sämtliche Aktivitäten der Keller Spiegelschränke AG am Standort Roggwil TG im Berichtszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2025 und orientiert sich an den Standards der Global Reporting Initiative (GRI).

 

Keller erfasst seine Treibhausgasemissionen mit einem Corporate Carbon Footprint (CCF) nach GHG Protocol und ISO 14064. Die Berechnung erfolgt durch myclimate und umfasst Scope 1, Scope 2 und Scope 3. Im Jahr 2025 beträgt der Corporate Carbon Footprint 4.365 t CO₂e: 47,55 t CO₂e entfallen auf Scope 1, 0,48 t CO₂e auf Scope 2 und 4.317,29 t CO₂e auf Scope 3. Keller hat sich im Rahmen der Science Based Targets initiative (SBTi) verpflichtet, die Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen bis 2030 um 42 % gegenüber dem Basisjahr 2023 zu reduzieren sowie die Scope-3-Emissionen zu messen und zu reduzieren.

 

Am Produktionsstandort in Roggwil setzt Keller auf 100 % erneuerbare Elektrizität der Elektra Roggwil und betreibt auf den Produktionshallen eine Photovoltaikanlage mit rund 2.300 m² Fläche. Der Stromverbrauch lag 2025 bei 128.677 kWh. Zusätzlich besteht mit der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) eine Zielvereinbarung mit konkreten Energieeffizienzmaßnahmen bis 2032. Die schrittweise Umstellung des Firmenfuhrparks auf Elektromobilität ist Bestandteil der langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie.

 

Ein wesentlicher Hebel für die Reduktion der Umweltwirkung ist das eingesetzte Aluminium. Keller verwendet ausschließlich Hydro Low-Carbon Aluminium mit einem CO₂-Fußabdruck von weniger als 4,1 kg CO₂e pro kg Aluminium, gegenüber einem im Bericht angegebenen weltweiten Durchschnitt von 15,1 kg CO₂e/kg. Im Jahr 2025 wurden 164,27 Tonnen Hydro Low-Carbon Aluminium eingesetzt. Gegenüber durchschnittlich in Europa produziertem Primäraluminium weist Keller dadurch für 2025 eine Einsparung von 464,87 Tonnen CO₂e aus. Die Umweltwirkung des Materials wird durch Umweltproduktdeklarationen (EPDs) dokumentiert.

 

Auch die Produkte selbst werden bilanziert. Die Life Cycle Assessments (LCA) der Spiegelschränke und Lichtspiegel wurden von myclimate erstellt und 2025 durch die unabhängige Carbotech AG extern geprüft. Die Ökobilanzen folgen ISO 14040, ISO 14044 und EN 15804+A2 und betrachten den vollständigen Lebenszyklus nach dem Cradle-to-Grave-Ansatz – von Materialien und Produktion über Transport und Nutzung bis zur Entsorgung. Ein bilanzierter Spiegelschrank mit 12,2 kg Gewicht verursacht über seinen Lebenszyklus 82,8 kg CO₂e, ein Lichtspiegel mit 10,6 kg Gewicht 78,7 kg CO₂e. Zu den grössten Einflussfaktoren gehören die Nutzungsphase und das Aluminium.

 

Neben Klimaschutz und Produktverantwortung umfasst die Nachhaltigkeitsstrategie von Keller auch Kreislaufwirtschaft, Abfall, Arbeitssicherheit, Mitarbeitende, Lieferkette und gesellschaftliches Engagement. Aluminium, Glas und Holz werden mit Blick auf Recyclingfähigkeit und Wiederverwendbarkeit ausgewählt. LED-Retrofit-Sets ermöglichen gegenüber herkömmlichen Fluoreszenz-Leuchtstoffröhren Energieeinsparungen von bis zu 50 %. Gemeinsam mit der Schweizer Model Group wurden zudem nachhaltigere Verpackungslösungen entwickelt.

 

Keller beschäftigte 2025 50 Mitarbeitende, davon 8 Frauen und 42 Männer. Im Berichtsjahr gab es am Standort Roggwil keine schwerwiegenden Arbeitsunfälle. Die Nachhaltigkeitsleistung wird zusätzlich über ESG2go des Center for Corporate Responsibility and Sustainability bewertet; Keller erreicht im Bericht einen ESG2go-Score von 72,65 Punkten und liegt damit über dem Benchmark von 60 Punkten. Die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen wurden unter Einbezug von Mitarbeitenden, Kunden, Lieferanten und Eigentümern bestimmt. Dazu zählen insbesondere Klimaschutz, Energieeffizienz, nachhaltige Produkte und Werkstoffe, Mitarbeitende, Arbeitssicherheit und verantwortungsvolle Lieferketten.

 

Dokumentationen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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